Ich möchte heute eine Lebenserfahrung mit euch teilen, die mich zu Beginn des Jahres körperlich, mental und emotional ziemlich aus der Bahn geworfen hat: Zunächst wurde eine Blasen- und Nierenbeckenentzündung festgestellt und Antibiotika sollten Besserung bewirken. Als diese nicht anschlugen und mein Zustand unverändert blieb, wurde durch Ultraschall zudem ein Perikarderguss entdeckt.
Rückblickend bin ich der Überzeugung, dass die akuten Entzündungen durch eine extreme körperliche Überlastung ausgelöst wurden. Ich habe zwei Jobs gleichzeitig ausgeübt, hatte sechs Wochen lang keinen einzigen freien Tag und habe die massiven Bedürfnisse meines Körpers schlichtweg ignoriert. Während sich die Entzündungswerte nach und nach normalisierten, blieb der Perikarderguss persistierend (ca. 17 mm). Aufgrund meines sonst optimalen Herzens gehen die Ärzte mittlerweile davon aus, dass der Erguss schon deutlich länger existiert – wie lange, wird wohl ein Rätsel bleiben.
Der behandelnde Kardiologe riet mir ursprünglich zur Punktion, was ich jedoch ablehnte. Ich vertraue im Zweifelsfall meinem Körper und nicht dem Kardiologen! Aber klar, ein Quentchen Zweifel, ob die Entscheidung richtig ist, bleibt immer vorhanden. Statt den Erguss punktieren zu lassen, setze ich auf die begleitende Akupunktur und hoffe, dass er sich dadurch auflöst.
Die Belastungsfrage war ein langer Lernprozess. Nachdem ich wochen- und monatelang komplett mit dem Laufen pausieren musste, habe ich vor Kurzem wieder mit lockeren Laufeinheiten begonnen. Der Kardiologe hat mir mittlerweile grünes Licht für eine unbeschränkte Belastung gegeben, aber ich bleibe vorsichtig und höre genau in mich hinein.
Ich teile meine Geschichte hier, weil mich interessiert, wie andere mit ärztlichen Empfehlungen versus dem eigenen Körpergefühl umgehen. Ich freue mich sehr über einen Austausch!