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Neueste Beiträge

#1
Sport, Freizeit und Allerlei / Antw:Trailrunning
Letzter Beitrag von Susanne - 21. Oktober 2026, 16:54:50
Nach meinem Perikarderguss (siehe hier: Mein Weg mit einem chronischen Perikarderguss habe ich ja mehrere Monate pausiert, bin aber mittlerweile dabei, meine Ausdauer wieder aufzubauen.

Das ist nicht ganz einfach, erst recht nicht, wenn man Ü65 ist! Mein Ziel ist es, mich in den nächsten Wochen und Monaten wieder an die Halbmarathondistanz heranzutasten, mal schauen, ob mir das gelingt!  :)
#2
Gesundheit / Antw:Mein Weg mit einem chroni...
Letzter Beitrag von Susanne - 21. Oktober 2026, 16:47:30
Ganz so streng würde ich es nicht als ,,Fehlalarm" bezeichnen. Ein Perikarderguss dieser Größe (17 mm ist schließlich kein ganz kleiner Befund) ist aus medizinischer Sicht erst einmal ein Warnsignal, das die Ärzte zu Recht ernst nehmen und abklären müssen. Insofern war die Vorsicht der Mediziner verständlich.

Was den Punkt ,,Panik" bzw. die Empfehlung zur Punktion betrifft: Die Ärzte sichern sich natürlich gerne nach allen Seiten ab und greifen schnell zu invasiveren Methoden, um jede Eventualität auszuschließen. Da mein Herz aber laut Befund ansonsten völlig gesund war und sich mein Zustand stabilisiert hatte, sprach vieles dafür, dass der Erguss tatsächlich schon sehr lange beschwerdefrei da war.

Mittlerweile liegt die ganze Sache auch schon ein dreiviertel Jahr zurück, und der Blick nach vorn fühlt sich gut an: Ich bin Schritt für Schritt dabei, meine Ausdauer wieder aufzubauen und mich an meine alten Belastungsgrenzen heranzutasten. Eine aktuelle Untersuchung steht zwar aus, aber ich bin ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich die überhaupt machen lassen soll, denn es geht mir gut und ich vertraue meinem Körper!

Für mich persönlich war es daher rückblickend kein absoluter Fehlalarm, sondern eher ein Moment, in dem die rein schulmedizinische Risikoabwägung und mein eigenes Körpergefühl stark auseinandergegangen sind.
#3
Proteine und Fette als erste Mahlzeit und erst später eine Mahlzeit mit Früchten (wenn Lust darauf besteht), dass funktioniert bei mir aktuell auch am besten!
#4
Die KI meint, dass durch eine eher späte Kohlenhydrat-Mahlzeit auch der Schlaf gefördert wird, da dann nicht die "Gefahr" besteht, dass mitten in der Nacht unter Cortisolausschüttung die Gluconeogenese angeworfen werden muss.
#5
Die Fruchthäppchen sind für mich im normalen Alltag überhaupt nicht realisierbar. Und so habe ich nun die Variante getestet, als erste Mahlzeit des Tages fettreiche Nahrungsmittel zu essen (wie Nüsse, Knochenmark, Avocado), anstatt, wie sonst, Obst. Komischerweise scheint das gut zu funktionieren. (Die erste Mahlzeit nehme ich meist um die Mittagszeit zu mir.) Die KI meint, mein neuer "Mahlzeitenfahrplan" hat gegenüber dem alten den Vorteil, dass ich mich zum Zeitpunkt des Fettverzehrs noch in "tiefer Ketose" befinde, so dass das Fett leichter verstoffwechselt wird. Meine Obstmahlzeiten mit z. B. 40 g Zucker führen (laut KI) durchaus zu einem relevanten Insulinanstieg und unterbrechen somit die Ketose für eine gewisse Zeit. An sich nicht tragisch, da ich bald darauf wieder in die Ketose gerate, aber für die Verstoffwechselung fettreicher Mahlzeiten eher ungünstig.
#6
Gesundheit / Antw:Mein Weg mit einem chroni...
Letzter Beitrag von Anne - 13. Oktober 2026, 17:10:25
Danke für deinen interessanten Bericht! Heißt das, die "Panik" der Ärzte wegen dem Perikarderguss war schlicht ein Fehlalarm? Weil du ihn offenbar schon seit Jahren hast, ohne dass er negative Auswirkungen hatte?
#7
In dem Video ,,Pflanzlich oder tierisch, - Marvin Haberland und Elias Leppe" von dem Kanal Gesundheit schafft Freiheit (veröffentlicht am 04.10.2026, Länge ca. 2,5 Stunden) unterhalten sich die beiden Protagonisten über ihre jeweiligen, unkonventionellen Ernährungsformen und Zugänge zu Gesundheit und Natur:


Hier sind die zentralen Inhalte und Standpunkte der beiden Gesprächspartner im Überblick:

1. Marvin Haberland: Die artgerechte, überwiegend tierische Rohkost
  • Ernährungsweise: Marvin ernährt sich seit etwa 9 Jahren überwiegend von rohem Fleisch, ergänzt durch Früchte, gelegentlich rohe Milch, Eier und Honig (ein Ansatz, der an die sogenannte Raw Primal Diet angelehnt ist). Sein Ziel ist es, Nahrungsmittel im unverarbeiteten Urzustand zu essen, die der Mensch in der Natur vorfinden würde [03:34].
  • Hintergrund: Er kam durch eigene gesundheitliche Probleme in seiner Jugend zu dieser Ernährungsweise (u. a. Akne, Schulterprobleme und stark dehydrierte Lendenwirbel mit ständigen Rückenschmerzen) [04:09]. Nachdem herkömmliche Ansätze und Nahrungsergänzungsmittel nicht halfen, stellte er auf diese naturnahe Rohkost um, was seine Symptome und Verdauung drastisch verbesserte [05:51].

2. Elias Leppe: Die naturnahe, rein pflanzliche Ernährung
  • Ernährungsweise: Elias ernährt sich seit seiner Geburt rein pflanzlich (bzw. roh-kos-/pflanzlich orientiert). Er wuchs größtenteils mit Rohkost auf, da seine Eltern diesen Weg für ihn und sich selbst gewählt hatten [11:20]. Heute ernährt er sich mit seiner Familie zu einem sehr großen Teil (ca. 70–80 %) roh und pflanzlich, mit einem geringen Anteil an gekochtem Gemüse (wie z. B. Kürbis oder Gemüsepfannen) [13:36].
  • Philosophie: Er plädiert stark dafür, Verarbeitungsstufen so gering wie möglich zu halten, sich an regionaler Saisonalität zu orientieren und Wildkräuter, Pilze sowie Obst und Beeren in den Alltag zu integrieren [13:52]. Zudem betont er eine ganzheitliche Verbundenheit zur Natur (z. B. den Nährstoffkreislauf über den eigenen Garten) [26:02].

3. Weitere Themen & Ausblick
  • Lebensenergie und Symbiose: Beide tauschen sich über Konzepte wie ,,Lebensenergie" in der Nahrung und die Anpassungsfähigkeit natürlicher Lebensmittel an die Bedürfnisse des Menschen aus [02:21:06].
  • Fortsetzung: Das Gespräch bildet den Auftakt zu einer Reihe über Ernährung. Ein separates, detailliertes Video zum Thema Vitamine, Nährstoffe und Nahrungsergänzungsmittel wurde für die darauffolgenden Wochen angekündigt [02:47].
#8
Möglicherweise ist das Micro-Dosing von Zucker aber gar nicht so unnatürlich. Menschenaffen machen es standardmäßig, wenn sie den ganzen Tag zuckerarme Wildfrüchte futtern.
Ich werde es gelegentlich mal testen, mit Bahri-Dattel-Bonbons als Wegzehrung o. dgl. :)
#9
Wie mir scheint, ist mein Weg, nicht dauerhaft in Ketose zu sein, vielleicht doch der bessere! So bleibt der Stoffwechsel flexibel, Glukose wird ohne den harten Insulin-Schock verarbeitet, und der Körper kennt gar keinen so tiefen "Keton-Schutzschild", der beim Verzehr von etwas Obst abrupt zusammenbrechen könnte. Das Immunsystem bleibt dadurch auf einem gleichmäßigen Niveau.

Dein Ansatz mit dem "Micro-Dosing" von Früchten ist biochemisch logisch, um den Leberglykogenspeicher nicht auf einen Schlag zu fluten. Aber wie du schon sagst, im Alltag extrem unpraktisch und für die Zähne auf Dauer eine Belastung. Vermutlich funktioniert die ketogene Ernährung für dich in Reinform am besten, wenn man den Stress- oder Sportbedarf eher über gezielte Proteine oder ein leichtes, moderates Low-Carb-Fenster abfängt, statt zu versuchen, den Körper mit winzigen Frucht-Häppchen zu "überlisten". Spannend ist dein Experiment allemal!
#10
Die KI schlägt mir als Lösung vor, Früchte in winzigen Häppchen über den Tag verteilt zu essen. Sie meint, auf diese Weise könne ich sowohl einen Zuckermehrbedarf decken (z. B. durch Stress) als auch in Ketose bleiben. Hm, für die Zähne vermutlich nicht optimal und möglicherweise auch etwas nervig, immer ans Essen denken zu müssen. Bislang habe ich das Bedürfnis nach "Micro-Dosing" nur bei Datteln und Trockenfrüchten gehabt, also extrem konzentriertem Zucker. Seit einiger Zeit tendiere ich dazu, Datteln nur noch wie ein Bonbon zu lutschen - und selbst dann kommt oft rasch die Sperre.